Der Kunst­preis­trä­ger des Land­krei­ses Augsburg

1997 — Norbert Kiening

Nor­bert Kiening  | Malerei

Symbolhaltige Farbgebilde

Nor­bert Kiening erzählt in den Bil­dern kei­ne bestimm­te Geschich­te, die sich über­prüf­bar nach­er­zäh­len lie­ße. Er gibt sich nicht all­wis­send.
Er bemüht sich ledig­lich um die Stim­mig­keit der farb­li­chen und for­ma­len Ele­men­te. Die­se Ele­men­te ver­ei­nigt er zu einem irgend­wie nach­er­leb­ba­ren inne­ren Gesche­hen, zu einem ››stream of con­scious­ness« (Bewusst­seins­strom), zu einem inne­ren Monolog.

Die Offen­heit und der Bewußt­s­eins­strom rufen im Betrach­ter unter­schied­li­che ener­ge­ti­sche Wir­kun­gen her­vor: Die titel­lo­sen Bil­der erschei­nen mir wie exo­tisch blü­hen­de Land­schaf­ten oder wie Sät­ze aus einer Sin­fo­nie in Dur oder Moll oder wie Kon­struk­te aus Wol­ken und Blu­men oder wie lyri­sche Zei­chen der kos­mi­schen Ele­men­te. Die Künst­ler des Roko­ko schu­fen im Stuck­mar­mor der Säu­len und Ante­pen­di­en ver­gleich­ba­re sym­bol­hal­ti­ge Farbgebilde.

Bestimm­ten Bil­dern möch­te man einen Titel geben, zum Bei­spiel, »Dschun­gel­bild«, »Was­ser­fall«, »Him­mel« und Erde«, »Bild in Moll«, »Nacht«, »Mor­gen«, »Licht«.

Die Bil­der von Nor­bert Kiening haben die ästhe­ti­sche Kraft, den betrach­ten­den Men­schen aus sei­nen Zwän­gen zu lösen. Der Mensch kann sich durch ein Kunst­werk aus dem Gefäng­nis von Kau­sa­li­tät, Raum und Zeit befrei­en. Wäh­rend der ästhe­ti­schen Kon­tem­pla­ti­on (griech. Theo­ria; dt. Betrach­tung, Schau) hören nach Arthur Scho­pen­hau­er die Tan­ta­lus­qua­len auf, ruht sich Sisi­phus aus, steht das Rad des lxi­on still.

Fri­do­lin Haugg

Vita

Gebo­ren 1959 in Dach­au
Nor­bert Kiening lebt und arbei­tet in Diedorf.

Beruf­li­cher Wer­de­gang
1978 – 1979: Buch- und Off­set­dru­cker, Dach­au
1983 – 1988: Diplom Desi­gner (FH), Fach­hoch­schu­le Augs­burg
1987: Stu­di­en­auf­ent­halt in USA, Kali­for­ni­en
Seit 1989: Frei­schaf­fen­der Künst­ler, Augs­burg
1992 Arbeits­auf­ent­halt in USA John­son /Vermont, Sti­pen­di­um »Ver­mont Stu­dio Cen­ter«
1993: Arbeits­auf­ent­halt in USA Johnson/Vermont, New York, USA
1994: Meis­ter­kurs bei Frank Stel­la
1996: Arbeits­auf­ent­halt in USA John­son /Vermont, Sti­pen­di­um »Ver­mont Stu­dio Cen­ter«
Seit 2005: Vor­stand im Prä­si­di­um des Berufs­ver­bands Bil­den­der Künst­ler Schwa­ben Nord und Augs­burg und Mit­wir­kung im Lan­des­vor­stand des BBK – Bay­ern
2005: Arbeits­auf­ent­halt in Libe­rec, Tsche­chi­en
2009 – 2012: Mit­glied im Bau­kunst­bei­rat der Stadt Augs­burg
2013 – 2015: Mit­glied im Kul­tur­bei­rat der Stadt Augs­burg
Seit 2015: Mit­glied im Bau­kunst­bei­rat der Stadt Augsburg

Aus­zeich­nun­gen und Prei­se u. a.:

1989: Kunst­för­de­rungs­preis­trä­ger der Stadt Augs­burg
1997: Kunst­preis des Land­krei­ses Augs­burg
2007: Skulp­tur zur Stadt­er­he­bung, Stadt­ber­gen
2011: Kunst­preis der Stadt Krum­bach
2014: Spar­kas­se Donau­wörth
2015: Son­der­preis Zeich­nung der Kreis- und Stadt­spar­kas­se Kaufbeuren

Weitere Informationen

http://www.norbert-kiening.de/ 

Der Kunst­preis des Land­krei­ses Augsburg

Weitere Preisträger

Hier fin­den Sie wei­te­re, mit dem Kunst­preis des Land­krei­ses Augs­burg aus­ge­zeich­ne­te, Küns­tele­rin­nen und Künst­lern aus den Berei­chen Musik, dar­stel­len­de Kunst, Bel­le­tris­tik sowie bil­den­de Kunst zwei­di­men­sio­nal und dreidimensional.

2019 – Johannes Ochsenbauer

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2018 – Keiyona Constanze Stumpf

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2017 – Jan Walter Junghanss

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2016 — Prof. Dr. med. Michael Lichtwarck-Aschoff

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2014 — Bruno Weil

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2013 — Wolfgang Schenk

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