Der Kunst­preis­trä­ger des Land­krei­ses Augsburg

2006 — Rainer Braune

Rai­ner Brau­ne | Belletristik

Ausdrucksvolle Sprachgemälde

Nichts Gerin­ge­res als das Leben selbst ist Gegen­stand der Erzäh­lun­gen Rai­ner Brau­nes — „Ein kom­pli­zier­tes Gemeng­sel aus nicht Zusam­men­pas­sen­dem“, wie er selbst es ein­mal defi­nier­te. Dabei ver­schwim­men Innen- und Außen­per­spek­ti­ve der lite­ra­ri­schen Per­so­nen inein­an­der. Das Erzäh­len über­zeugt anstatt mit epi­scher Brei­te hier durch dar­stel­le­ri­sche Tiefe.

Das All­täg­li­che erscheint in Brau­nes Roma­nen als etwas Absur­des, das Absur­de zugleich so all­täg­lich – In einer Fol­ge dra­ma­ti­scher Unwirk­lich­kei­ten tritt pure Phan­tas­tik an Stel­le der schein­ba­ren Normalität.

Brau­ne kann in der Tra­di­ti­on der Roman­ti­ker gele­sen wer­den: E. T. A. Hoff­mann, Jean Paul, Möri­ke. Doch auch Franz Kaf­ka glie­dert sich in die Rei­he mög­li­cher Urvä­ter. Und den­noch ist Brau­ne kein Kopist, viel­mehr ist sei­ne Erzähl­kunst ori­gi­när und authen­tisch.
Die erschaf­fe­nen Wel­ten glei­chen ver­wil­der­ten Gär­ten, ver­zau­bern und zugleich beun­ru­hi­gen den Leser.

Die Erzäh­lun­gen leben von der beein­dru­cken­den, eigen­wil­li­gen Spra­che des Autors. Wei­ter noch: Brau­ne wagt den Ver­such mit sprach­li­chen Mit­teln Musik, Kunst und Lite­ra­tur zu ver­ei­nen.- Das Ergeb­nis ist von hoher Artis­tik, die aus­drucks­vol­le wie ein­drucks­vol­le Sprach­ge­mäl­de hervorbringt. 

Vita

Gebo­ren 1953 in Kirch­mö­ser / Havel
Unter ande­rem Tätig­keit als Zir­kus­di­rek­tor, Thea­ter­re­gis­seur, Autor, Kom­po­nist und Zeich­ner
Brau­ne lebt in Neusäß

Publi­ka­tio­nen (Aus­wahl):

Die Kro­ko­dil­fär­be­rei (2004)
Tul­pi­sche Wild­nis (2006)
Dra­chen­werft (2006)

Aus­zeich­nun­gen:

2006 Kunst­preis des Land­krei­ses Augsburg 

Der Kunst­preis des Land­krei­ses Augsburg

Weitere Preisträger

Hier fin­den Sie wei­te­re, mit dem Kunst­preis des Land­krei­ses Augs­burg aus­ge­zeich­ne­te, Küns­tele­rin­nen und Künst­lern aus den Berei­chen Musik, dar­stel­len­de Kunst, Bel­le­tris­tik sowie bil­den­de Kunst zwei­di­men­sio­nal und dreidimensional.

2019 – Johannes Ochsenbauer

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Der Kunst­preis­trä­ger des Land­krei­ses Augs­burg­Jo­han­nes Ochsenbauer/Kontrabass Jazz all the Way­Jo­han­nes Och­sen­bau­er Das Spiel des Kon­tra­bas­sis­ten Johan­nes Och­sen­bau­er zeich­net sich in jeder Beset­zung durch einfühlsame Beglei­tung, ein­falls­rei­che Kom­mu­ni­ka­ti­on und…

2018 – Keiyona Constanze Stumpf

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Der Kunst­preis­trä­ger des Land­krei­ses Augs­burg­Kei­yo­na Con­stan­ze Stumpf | Bild­haue­rei­For­men­spie­le von gro­ßer Kom­ple­xi­tät Alt­be­kann­te Kunst- und Natur­for­men sind in den Arbei­ten von Kei­yo­na C. Stumpf prä­sent. Ihre Raum­in­stal­la­tio­nen aus Plas­tik­fo­li­en und Papier erinnern…

2017 – Jan Walter Junghanss

2017 – Jan Walter Junghanss

Der Kunst­preis­trä­ger des Land­krei­ses Augs­burg­Jan Wal­ter Jung­hanss | Malerei­Durch den Pro­zess des Malens begrei­fen­Jan Wal­ter Jung­hanss scheint sei­ne Umge­bung durch sei­ne Bil­der nicht nur auf der Lein­wand zu ver­ewi­gen, son­dern die­se durch den Pro­zess des Malens zu…

2016 — Prof. Dr. med. Michael Lichtwarck-Aschoff

2016 — Prof. Dr. med. Michael Lichtwarck-Aschoff

Der Kunst­preis­trä­ger des Land­krei­ses Augs­burg­Prof. Dr. med. Micha­el Licht­warck-Asch­off | Bel­le­tris­tik­Poe­ti­sche Momen­teNur weni­ge Wor­te genü­gen, gan­ze Bil­der­wel­ten zu erzeu­gen – Das lite­ra­ri­sche Werk Micha­el Licht­warck-Asch­offs zeich­net sich durch sei­ne pointierte,…

2014 — Bruno Weil

2014 — Bruno Weil

Der Kunst­preis­trä­ger des Land­krei­ses Augs­burg­Bru­no Weil | Diri­gent­In­ter­na­tio­nal und regio­nal Das Ver­tre­ten Her­bert von Kara­jans bei den Salz­bur­ger Fest­spie­len kann wohl als Start­schuss einer bei­spiel­haf­ten Kar­rie­re inter­pre­tiert wer­den: Pro­fes­sor Bru­no Weil (Jahr­gang…

2013 — Wolfgang Schenk

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Der Kunst­preis­trä­ger des Land­krei­ses Augs­burg­Wolf­gang Schenk | Bild­haue­rei­Die Ent­mu­sea­li­sie­rung des Arte­fakts[…] Das Situa­ti­ve, Zeit- und Orts­be­zo­ge­ne, das Tem­po­rä­re und Vor­über­ge­hen­de, das Implan­tie­ren der Idee des Künst­le­ri­schen ins All­täg­li­che – wenn man so will,…

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