Der Kunst­preis­trä­ger des Land­krei­ses Augsburg

2008 — Achim Stiermann

Achim Stier­mann | Installation

Das spielerische Kunstwerk

Dass auch Trink­hal­me oder schlich­te Pas­ta als bild­haue­ri­sche Gestal­tungs­mit­tel fun­gie­ren kön­nen, bewei­sen die Arbei­ten Achim Stier­manns ein­drucks­voll in ästhe­ti­schen Gebil­den und zugleich erstaun­li­chen sta­ti­schen Konstruktionen.

Einer tra­di­tio­nell defi­nier­ten Dis­zi­plin lässt sich Stier­mann wohl nur schwer zuord­nen, ver­folgt die­ser doch einen gat­tungs­über­grei­fen­den Ansatz. Das Medi­um der Male­rei tritt eben­so in Erschei­nung wie kine­ti­sche Objek­te und per­for­ma­ti­ve Insze­nie­run­gen oder das beweg­te Bild.

Wer­ke im Ate­lier zäh­len gleich­sam zu des­sen Œuvre wie Arbei­ten im öffent­li­chen Raum – immer bestimmt von Spon­ta­ni­tät und tech­ni­scher Prä­zi­si­on, fei­nem Humor und Hart­nä­ckig­keit.
Die schein­ba­re Absur­di­tät durch simp­le Ver­knüp­fung von gewöhn­li­chen All­tags­ge­gen­stän­den, der Ein­satz indus­tri­ell gefer­tig­ter Pro­duk­te, ste­hen dabei in der Tra­di­ti­on Mar­cel Duch­amps als „Rea­dy Made“. Eben­je­nes Zusam­men­spiel der Teil­ele­men­te knüpft ein Netz gegen­sei­ti­ger Bedingt­hei­ten – unter­ge­ord­net dem obers­ten Ziel der Funktion.

Der Rezi­pi­ent ist ein­ge­la­den, die ver­meint­lich domi­nie­ren­de spie­le­ri­sche Kom­po­nen­te des Kunst­werks in den eige­nen Erfah­rungs­ho­ri­zont zu inte­grie­ren, des­sen gesam­ten Cha­rak­ter ent­schlüs­seln zu ver­su­chen. Stier­manns Arbei­ten wir­ken als Kata­ly­sa­tor auf die Gefühls­re­gun­gen des Betrach­ters. Zurück blei­ben Stau­nen und Verblüffung.

Vita

1975: gebo­ren in Nürn­berg
1999 – 2004: Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te Wien
2003: Eco­le Régio­na­le de Beaux-Arts de Nan­tes
2007: Sti­pen­di­um der öster­rei­chi­schen Bundesregierung

Aus­stel­lun­gen u.a.:

Ein­zel­aus­stel­lun­gen
2006: »Tisch­ten­nis für Fort­ge­schrit­te­ne«, Werk­zeugH, Wien
2008: H2 – Zen­trum für Gegen­warts­kunst Augs­burg
2009: Höh­mann­haus, Augsburg

Man OS 1/extraordinateur mit Roland Seidel

2005: MAKni­te »Kunst nach 45«, MAK, Wien
»Dedon­der­da­gen #8«, De Sin­gel, Ant­wer­pen
Ars Elec­tro­ni­ca Linz
2006: CynetArt Fes­ti­val, Fest­spiel­haus Hel­lerau, Dres­den
Paraf­lows Fes­ti­val, Werk­zeugH, Wien
»Pelou­ses auto­ri­sées« Parc de la Vil­let­te, Paris
Fes­ti­val Nou­veau Ciné­ma, Mon­tré­al
22. Intl. Kurz­film­fes­ti­val Hamburg/Publikumspreis
Japan Media Arts Fes­ti­val, Tokio
Arte­fact Fes­ti­val, Stuk Kunst­cen­trum, Leu­ven
2007: Plat­for­ma Video7, Athen
Kunst­Film­Bi­en­na­le, Köln /Bonn
Dia­go­na­le Graz
2008: Fes­ti­val Euro­péen du Flm Court de Brest
Ope­re Nuo­ve Bol­za­no Publikumspreis

Grup­pen­aus­stel­lun­gen
2000: »16 Vide­os« Wewerka Pavil­lon, Müns­ter
2001: Gale­rie »Gold­an­kauf«, Mün­chen
2003: Ate­lier sur l’Herbe, Nan­tes
2004: »Las­sie« Wien
2005: »Die Rit­ter der Tafel­run­de« Künst­ler­haus, Pas­sa­ge, Wien
»Las­sie« Frankfurt/Main
2006: »Vehi­kel«, Ate­lier Bau­ern­markt, Wien

Aus­zeich­nun­gen:

2001: »Kunst im Offent­li­chen Raum Nie­der­ös­ter­reich« Art in Public Space Video Award
2002: »Loo­ping the Loop« video award, Dub­lin
2005: Kunst­för­der­preis der Stadt Augs­burg
2008: Kunst­preis des Land­krei­ses Augsburg

 

 

 

Weitere Informationen

www.stiermann.org

Der Kunst­preis des Land­krei­ses Augsburg

Weitere Preisträger

Hier fin­den Sie wei­te­re, mit dem Kunst­preis des Land­krei­ses Augs­burg aus­ge­zeich­ne­te, Küns­tele­rin­nen und Künst­lern aus den Berei­chen Musik, dar­stel­len­de Kunst, Bel­le­tris­tik sowie bil­den­de Kunst zwei­di­men­sio­nal und dreidimensional.

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