Der Kunst­preis­trä­ger des Land­krei­ses Augs­burg

2018 – Keiyona Constanze Stumpf

Kei­yo­na Con­stan­ze Stumpf | Bild­haue­rei

Formenspiele von großer Komplexität

Alt­be­kann­te Kunst- und Natur­for­men sind in den Arbei­ten von Kei­yo­na C. Stumpf prä­sent. Ihre Raum­in­stal­la­tio­nen aus Plas­tik­fo­li­en und Papier erin­nern mit ihrem zer­knit­ter­ten Fal­ten­wurf, mit ihrem Wech­sel­spiel zwi­schen kon­kav und kon­vex, an Wer­ke spät­go­ti­scher Meis­ter. Kei­yo­na C. Stumpf geht jedoch noch viel wei­ter: Sie kre­iert ein For­men­spiel von gro­ßer Kom­ple­xi­tät.
Ihre außer­ge­wöhn­li­chen Arbei­ten ent­ste­hen immer aus der Mate­ria­li­tät her­aus und schei­nen auch nach ihrer prä­zi­sen Posi­tio­nie­rung im Raum wei­ter zu wach­sen.

Die vor­wie­gend in sym­me­tri­schen Struk­tu­ren ange­leg­ten Kera­mi­ken von Kei­yo­na C. Stumpf erin­nern bis­wei­len an die „Kunst­for­men der Natur“ von Ernst Haeckel. Sie sind häu­fig in fleisch­li­chen Rot­tö­nen gehal­ten. Aber auch das für Por­zel­lan bekann­te strah­len­de Weiß tritt im Werk der Künst­le­rin auf. Die Gla­su­ren ver­mit­teln schil­lern­de und glän­zen­de Ober­flä­chen­ef­fek­te. Für die Wie­der­ho­lun­gen der wuchern­den und viel­schich­ti­gen For­men bedient sich Kei­yo­na C. Stumpf der alten Tech­nik des Gips-Hohl­guss­ver­fah­rens. Ihre Kera­mi­ken sind mit gro­ßer Prä­zi­si­on gear­bei­tet und sind den­noch nicht in tech­ni­scher Per­fek­ti­on erstarrt.

Kei­yo­na C. Stumpfs Arbei­ten schei­nen immer von einer inne­ren Dyna­mik getrie­ben und ber­gen stets Poten­zia­le der Ver­än­de­rung und Wei­ter­ent­wick­lung.

Die teils flo­ra­len, teils kör­per­haf­ten oder orna­men­ta­len Moti­ve wir­ken opu­lent und gleich­zei­tig fili­gran. Sie erin­nern an Wer­ke des Barock und des Jugend­stils.
Die Fas­zi­na­ti­on ihrer Erschei­nung ent­steht aus einer der Natur inne­woh­nen­den Schön­heit und Abjek­ti­on. Für den Betrach­ter wer­den die For­men von Kei­yo­na C. Stumpfs Kunst kör­per­lich spür­bar, ja, sie gehen unter die Haut. Gefan­gen in die­ser Ambi­va­lenz sucht er nach sich selbst, nach dem Eige­nen in dem so fas­zi­nie­rend nah Ande­ren.

Vita

Gebo­ren 1982 in München
frei­schaf­fen­de Künstlerin, Bild­haue­rei
lebt und arbei­tet in München und im Land­kreis München

Künstlerische Aus­bil­dung:

2016: Diplom freie Kunst, Klas­se Mar­kus Kar­stiess (ehem.Prangenberg), Aka­de­mie der Bil­den­den Künste München

2011 – 2016: Stu­di­um freie Kunst (Schwer­punkt: Glas und Kera­mik) bei Prof. Nor­bert Pran­gen­berg und Prof. Mar­kus Kar­stieß, AdBK München

2012 – 2013: stu­den­ti­sche Mit­ar­beit, cx cen­trum für inter­dis­zi­pli­nä­re Stu­di­en, Dr. Susan­ne Witz­gall

2004 – 2011: Stu­di­um Bild­haue­rei / Instal­la­ti­on bei Prof.Albert Hien, Aka­de­mie der Bil­den­den Künste München

Weitere Informationen

www.keiyona.de

Der Kunst­preis des Land­krei­ses Augs­burg

Weitere Preisträger

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2019 – Johannes Ochsenbauer

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