Kunst & Kultur im Landkreis Augsburg https://landkreis-augsburg-kultur.de Zeitgenössische Kunst und Kultur, Denkmalpflege und Baukultur, Archäologie und Brauchtum im Landkreis Augsburg Thu, 24 Nov 2022 12:57:32 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.1.1 https://landkreis-augsburg-kultur.de/wp-content/uploads/2019/11/cropped-Logo_Landkreis_Augsburg-32x32.png Kunst & Kultur im Landkreis Augsburg https://landkreis-augsburg-kultur.de 32 32 Neuer Bildband von Daniel Biskup https://landkreis-augsburg-kultur.de/neuer-bildband-von-daniel-biskup/ Thu, 24 Nov 2022 12:46:04 +0000 https://landkreis-augsburg-kultur.de/?p=5361

Neuer Bildband von Daniel Biskup

In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich das Augsburger Land in den verschiedensten Bereichen erfolgreich weiterentwickelt. Um diese Entwicklung zu dokumentieren, hat der international bekannte Fotograf Daniel Biskup mit seinem starken Blick fürs Detail die letzten beiden Jahre immer wieder fotografisch festgehalten und in seinem neuen Werk „Landkreis Augsburg – Fotos von Daniel Biskup anlässlich des 50. Jubiläums des Landkreises Augsburg“ zusammengefasst.

Das Buch, das der Heimatverein für den Landkreis Augsburg herausgibt, erscheint am 22. November 2022 und eignet sich nicht nur hervorragend als Weihnachtsgeschenk für alle Landkreisbürgerinnen und ‑bürger, sondern auch für alle Freundinnen und Freunde des Augsburger Lands. Der Verkaufspreis liegt bei 29,90 Euro und wir freuen uns sehr, Ihnen als Mitglied des Heimatvereins den Bildband zum Sonderpreis von 24,90 Euro zzgl. etwaig anfallender Versandkosten anbieten zu können. Ihre Bestellungen nehmen wir ab sofort gerne unter 0821 3102 2547 oder per E‑Mail an heimatpflege@LRA‑a.bayern.de entgegen!

Digitale Vernissage

Digitale Vernissage

Im Rahmen des Projektes „Kunstraum Landratsamt“ entstanden in den Fluren des Hauptgebäudes des Landratsamtes galerieartige Ausstellungsflächen für lokale Künstler. Mit wechselnden Ausstellungen konnten so Begegnungsräume zwischen regionaler Kunst und Menschen aus dem…

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2022 – Andrea Sandner https://landkreis-augsburg-kultur.de/2022-andrea-sandner/ Fri, 28 Oct 2022 13:58:59 +0000 https://landkreis-augsburg-kultur.de/?p=5266

Die Kunstpreisträgerin des Landkreises Augsburg

2022 – Andrea Sandner

Andrea Sandner | Bildende Kunst zweidimensional

Farbräume

Im Jahr 2022 hat die Jury des Kunstpreises des Landkreises Augsburg einstimmig die beiden Künstlerinnen Erika Kassnel-Henneberg und Andrea Sandner als Preisträgerinnen ausgewählt.

Grund für die Entscheidung waren die hohe künstlerische Qualität wie gleichzeitige Nichtvergleichbarkeit der sehr unterschiedlichen Ansätze und Konzeptionen beider Künstlerinnen.

Auszug aus der Laudatio von Mechthild Müller-Hennig, Harry Meyer und Thomas Elsen zum Werk von Erika Kassnel-Henneberg:

Andrea Sandner lehrt die Betrachtenden das langsame, innehaltende Hinsehen. Waren frühe, zu Beginn der 1990er Jahre entstandene Bilder noch figurativ-abstrahierend an eher expressive Vorbilder angelegt, so hat sie über Jahrzehnte hinweg mit Ruhe und Kontinuität eine immer gegenstandsfreiere, den Entstehungsprozess selbst in den Mittelpunkt rückende Malerei entwickelt. In den Jahren seit 2002 zeigt sich das in architektonischen Körpern und Strukturen, in denen schon Streifen, Linien und monochrome Farbflächen auftreten: Sie erscheinen hier als diffuse Horizonte, als Durchblicke oder Fassadenapplikationen.

In ihren jüngsten, 2020/22 entstandenen Bildern, hat sich die Linie vollends befreit und tritt als gemalte Farbspur in den Blick, die keine Geschichte erzählt außer derjenigen ihres eigenen Daseins auf der Bildfläche: Andrea Sandner malt Streifen, sie verwendet sie nicht nur. Sie setzt Linie an Linie, gibt jeder von ihnen ihr Eigenleben, das nicht dazu dient, Anderes darzustellen.

In den Bildern der Künstlerin geschieht aber noch etwas Weiteres: Die Nachbarschaft der Streifen zueinander, ihr dicht an dicht aneinander Gesetztsein ergibt eigene Kompositionen, die mit intuitiv sicherem Gefühl Farbklänge erzeugen – regelrechte Farbakkorde, die ihren eigenen visuellen Rhythmus aufbauen. Dabei wirken Sandners Bilder sowohl einzeln, als auch gemeinsam orchestriert als kombinierte Farbtableaus an der Wand. Man kann sie gewissermaßen als gemalte Meditationsfelder lesen, die eine stille Melodie erzeugen, wenn der Blick unaufgeregt und ohne Ablenkung über sie schweifen kann. Der Wunsch nach konzentrierter, ruhiger Wahrnehmung der Welt um uns, dem wir so selten nachkommen können, wird in ihren Bildern Wirklichkeit.

Porträt Erika Kassnel-Henneberg

Foto: Daniel Biskup, München, Augsburg, Berlin

VITA

1961: geboren in Rüsselsheim

1982 –1989: Studium der Kunstpädagogik, Kunstgeschichte und Neueren deutschen Literaturwissenschaft an der Universität Augsburg

Seit 1992: Tätigkeit als freischaffende Malerin

1995: Stipendium für einen Meisterkurs bei Markus Lüpertz

1997 – 2003: Lehrauftrag für Malerei an der Universität Augsburg

Seit 2007: Dozentin an der Freien Kunstakademie Augsburg

AUSZEICHNUNGEN:

1994: Debütantenförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst

1998: Schwäbischer Kunstpreis der Kreissparkasse Augsburg

2001: Johann-Georg-Fischer-Kunstpreis der Stadt Marktoberdorf

2003: 2. Preis beim Wettbewerb „Stadt.Markt.Dorf. Verwandlungen“ der Stadt Marktoberdorf

2022: Kunstpreis des Landkreises Augsburg

WEITERE INFORMATIONEN

www.andrea.sandner.de

Der Kunstpreis des Landkreises Augsburg

Weitere Preisträger

Hier finden Sie weitere, mit dem Kunstpreis des Landkreises Augsburg ausgezeichnete, Künstelerinnen und Künstlern aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Belletristik sowie bildende Kunst zweidimensional und dreidimensional.

2021 — Wolfgang Minaty

2021 — Wolfgang Minaty

Der Kunstpreisträger des Landkreises AugsburgWolfgang Minaty/BelletristikWürdigung für jahrzehntelanges literarisches SchaffenMit der jährlichen Kunstpreisverleihung würdigt der Landkreis Augsburg das kreative Schaffen regionaler Kunst- und Kulturschaffender – von…

2019 – Johannes Ochsenbauer

2019 – Johannes Ochsenbauer

Der Kunstpreisträger des Landkreises AugsburgJohannes Ochsenbauer/Kontrabass Jazz all the WayJohannes Ochsenbauer Das Spiel des Kontrabassisten Johannes Ochsenbauer zeichnet sich in jeder Besetzung durch einfühlsame Begleitung, einfallsreiche Kommunikation und…

2018 – Keiyona Constanze Stumpf

2018 – Keiyona Constanze Stumpf

Der Kunstpreisträger des Landkreises AugsburgKeiyona Constanze Stumpf | BildhauereiFormenspiele von großer Komplexität Altbekannte Kunst- und Naturformen sind in den Arbeiten von Keiyona C. Stumpf präsent. Ihre Rauminstallationen aus Plastikfolien und Papier erinnern…

2017 – Jan Walter Junghanss

2017 – Jan Walter Junghanss

Der Kunstpreisträger des Landkreises AugsburgJan Walter Junghanss | MalereiDurch den Prozess des Malens begreifenJan Walter Junghanss scheint seine Umgebung durch seine Bilder nicht nur auf der Leinwand zu verewigen, sondern diese durch den Prozess des Malens zu…

2016 — Prof. Dr. med. Michael Lichtwarck-Aschoff

2016 — Prof. Dr. med. Michael Lichtwarck-Aschoff

Der Kunstpreisträger des Landkreises AugsburgProf. Dr. med. Michael Lichtwarck-Aschoff | BelletristikPoetische MomenteNur wenige Worte genügen, ganze Bilderwelten zu erzeugen – Das literarische Werk Michael Lichtwarck-Aschoffs zeichnet sich durch seine pointierte,…

2014 — Bruno Weil

2014 — Bruno Weil

Der Kunstpreisträger des Landkreises AugsburgBruno Weil | DirigentInternational und regional Das Vertreten Herbert von Karajans bei den Salzburger Festspielen kann wohl als Startschuss einer beispielhaften Karriere interpretiert werden: Professor Bruno Weil (Jahrgang…

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2022 – Erika Kassnel-Henneberg https://landkreis-augsburg-kultur.de/2022-erika-kassnel-henneberg/ Fri, 28 Oct 2022 13:06:33 +0000 https://landkreis-augsburg-kultur.de/?p=5246

Die Kunstpreisträgerin des Landkreises Augsburg

2022 – Erika Kassnel-Henneberg

Erika Kassnel-Henneberg | Bildende Kunst zweidimensional

Der Zweifel der Erinnerung

Im Jahr 2022 hat die Jury des Kunstpreises des Landkreises Augsburg einstimmig die beiden Künstlerinnen Erika Kassnel-Henneberg und Andrea Sandner als Preisträgerinnen ausgewählt.

Grund für die Entscheidung waren die hohe künstlerische Qualität wie gleichzeitige Nichtvergleichbarkeit der sehr unterschiedlichen Ansätze und Konzeptionen beider Künstlerinnen.

Auszug aus der Laudatio von Mechthild Müller-Hennig, Harry Meyer und Thomas Elsen zum Werk von Erika Kassnel-Henneberg:

Die Medien von Erika Kassnel-Henneberg sind Collage, Fotografie und Video. Die Inhalte ihrer Arbeiten kreisen um eigene wie gefundene Erinnerungen und deren künstlerische Reflexion. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht stets der Mensch mit seiner subjektiven Wahrnehmung und seiner Fähigkeit sich zu erinnern, zu vergessen, zu assoziieren und bewusst oder unbewusst seine je eigene Utopie zu erschaffen. Dabei charakterisiert die Künstlerin das Vergessen als eine Fähigkeit, nicht als Manko. Diesen ihr eigenen Ansatz bettet sie zugleich in eine erweiterte, existenzielle Fragestellung ein. „Heute wissen wir, dass Erinnerung weder wahr, noch objektiv, noch vollständig ist. Wir legen Spuren, sammeln Dokumente und Fotografien, und archivieren diese. Ich sehe darin einen existenziellen Zweifel: Wer bin ich wirklich, wenn ich meinem und dem Gedächtnis anderer nicht trauen kann? Wenn ich keine Spuren hinterlasse, habe ich dann jemals existiert?“  

Schon in ihren früheren Collagearbeiten, die von hoher ästhetischer Qualität sind, und von sensiblem Umgang mit den verwendeten Materialien zeugen, spiegelt sich die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte wieder. Als Betrachtende finden wir in diesen aus Zeichnung, Frottage, diversen Papieren, Fotos und Wachs zusammengefügten künstlerischen Bildern immer wieder ein grundsätzliches Nachdenken über das Wesen von Erinnerung. Dies zeigt sich auch in den Polaroids der Künstlerin, die eine konzentrierte, eigene Werkgruppe darstellen. Technische Beobachtungen (z.B. des „Rauschens“ als einer physikalischen Größe) schlagen sich hier in eigenen ästhetischen Entwürfen nieder: „Die Polaroidkamera macht Erinnerung sichtbar. Sie hat einen subjektiven und fehlerhaften Blick auf die Welt. In ihr rauscht die Gegenwart und hinterlässt einen vagen Blick auf Vergangenes“. Diesen finden wir auch in den experimentellen Videoarbeiten, die bei aller technischen Raffinesse manchmal fast wie bewegte, verblichene Bilder aus einem Familienalbum vergangener Tage wirken.

Porträt Erika Kassnel-Henneberg

VITA

1973: geboren in Timișoara, Rumänien

1978: Familie wandert nach Deutschland aus

1993 – 1996: Lehre als Vergolderin / Fassmalerin

1996 – 1999: Ausbildung zur Restauratorin in Nyköping, Schweden

1999 – 2003:  Diplomstudium der Konservierung und Restaurierung an der Hochschule der Künste Bern, Schweiz

Seit 2010: freischaffend künstlerisch tätig

2016 – 2020: Bachelorstudium Interaktive Medien an der Hochschule Augsburg

Seit 2022: Lehrbeauftragte der Fakultät für Gestaltung, Hochschule Augsburg

AUSZEICHNUNGEN:

2013: Kunstpreis der Stadt Krumbach für Heimat ist Anderswo, 2013, Fotoalbum, verschiedene Papiere, 34 x 21 x 6 cm 

2014: SPARDA-Innovationspreis für kulturelle Bildungsprojekte, Projektstipendium des BMBF 

2016: Gewinnerin im Wettbewerb für das Design einer Ehrenmedaille des Sports im Landkreis Augsburg

2022: Kunstpreis des Landkreises Augsburg

WEITERE INFORMATIONEN

Der Kunstpreis des Landkreises Augsburg

Weitere Preisträger

Hier finden Sie weitere, mit dem Kunstpreis des Landkreises Augsburg ausgezeichnete, Künstelerinnen und Künstlern aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Belletristik sowie bildende Kunst zweidimensional und dreidimensional.

2021 — Wolfgang Minaty

2021 — Wolfgang Minaty

Der Kunstpreisträger des Landkreises AugsburgWolfgang Minaty/BelletristikWürdigung für jahrzehntelanges literarisches SchaffenMit der jährlichen Kunstpreisverleihung würdigt der Landkreis Augsburg das kreative Schaffen regionaler Kunst- und Kulturschaffender – von…

2019 – Johannes Ochsenbauer

2019 – Johannes Ochsenbauer

Der Kunstpreisträger des Landkreises AugsburgJohannes Ochsenbauer/Kontrabass Jazz all the WayJohannes Ochsenbauer Das Spiel des Kontrabassisten Johannes Ochsenbauer zeichnet sich in jeder Besetzung durch einfühlsame Begleitung, einfallsreiche Kommunikation und…

2018 – Keiyona Constanze Stumpf

2018 – Keiyona Constanze Stumpf

Der Kunstpreisträger des Landkreises AugsburgKeiyona Constanze Stumpf | BildhauereiFormenspiele von großer Komplexität Altbekannte Kunst- und Naturformen sind in den Arbeiten von Keiyona C. Stumpf präsent. Ihre Rauminstallationen aus Plastikfolien und Papier erinnern…

2017 – Jan Walter Junghanss

2017 – Jan Walter Junghanss

Der Kunstpreisträger des Landkreises AugsburgJan Walter Junghanss | MalereiDurch den Prozess des Malens begreifenJan Walter Junghanss scheint seine Umgebung durch seine Bilder nicht nur auf der Leinwand zu verewigen, sondern diese durch den Prozess des Malens zu…

2016 — Prof. Dr. med. Michael Lichtwarck-Aschoff

2016 — Prof. Dr. med. Michael Lichtwarck-Aschoff

Der Kunstpreisträger des Landkreises AugsburgProf. Dr. med. Michael Lichtwarck-Aschoff | BelletristikPoetische MomenteNur wenige Worte genügen, ganze Bilderwelten zu erzeugen – Das literarische Werk Michael Lichtwarck-Aschoffs zeichnet sich durch seine pointierte,…

2014 — Bruno Weil

2014 — Bruno Weil

Der Kunstpreisträger des Landkreises AugsburgBruno Weil | DirigentInternational und regional Das Vertreten Herbert von Karajans bei den Salzburger Festspielen kann wohl als Startschuss einer beispielhaften Karriere interpretiert werden: Professor Bruno Weil (Jahrgang…

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Kunstpreis des Landkreises Augsburg https://landkreis-augsburg-kultur.de/kunstpreis-des-landkreises-augsburg/ Tue, 11 Oct 2022 09:36:35 +0000 https://landkreis-augsburg-kultur.de/?p=5203

Kunstpreis des Landkreises Augsburg

Das Niveau der Kunstschaffenden im Augsburger Land ist außerordentlich hoch. Um die verdienten Künstlerinnen und Künstler auch öffentlich entsprechend zu würdigen, verleiht der Landkreis Augsburg jährlich den Kunstpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 3.500 Euro.

Ausgezeichnet werden turnusgemäß hervorragende Leistungen auf den Gebieten der bildenden Künste zwei- und dreidimensional, Musik, Literatur sowie der darstellenden Künste.

Vorgeschlagen kann nur werden, wer seit mindestens 1. Juli des Vorjahres seinen Hauptwohnsitz im Landkreis Augsburg hat, den Großteil seines Lebens dort verbracht hat oder einen starken Bezug zum Landkreis Ausgburg nachweisen kann. Bei Gruppen müssen mindestens zwei Drittel diese Voraussetzungen erfüllen. Die Entscheidung über die Preisvergabe trifft der Ausschuss für Bildung, Schule und Kultur des Landkreises Augsburg aufgrund von Vorschlägen von Sachverständigen. Die Preisübergabe erfolgt durch Landrat Martin Sailer.

Wir informieren Sie an dieser Stelle, sobald die neue Ausschreibungsrunde für das Jahr 2023 beginnt.

Digitale Vernissage

Digitale Vernissage

Im Rahmen des Projektes „Kunstraum Landratsamt“ entstanden in den Fluren des Hauptgebäudes des Landratsamtes galerieartige Ausstellungsflächen für lokale Künstler. Mit wechselnden Ausstellungen konnten so Begegnungsräume zwischen regionaler Kunst und Menschen aus dem…

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Tage der offenen Ateliertür 2022 https://landkreis-augsburg-kultur.de/tage-der-offenen-ateliertuer-2022/ Wed, 10 Aug 2022 09:50:28 +0000 https://landkreis-augsburg-kultur.de/?p=5054

Tage der offenen Ateliertür 2022

Vier Kunstschaffende aus dem Landkreis Augsburg öffnen im 50. Jubiläumsjahr des Landkreises Augsburg ihre Ateliertüren für interessierte Besucherinnen und Besucher.

Jan Walter Junghanss:
Wann: 14. und 28. August von 11 bis 18 Uhr
Wo: Rudolf-Diesel-Str. 10,
86391 Stadtbergen

Weitere Informationen zu Jan Walter Junghanss finden Sie hier

Alexandra Vassilikian
Wann: 21. August 2022 von 14 bis 20 Uhr
Wo: Schloss Guggenberg 1,
86830 Schwabmünchen

Weitere Informationen zu Alexandra Vassilikian finden Sie hier

Christina Weber
Wann: 10. und 11. September 2022 von 14 bis 18 Uhr
Wo: Wanderparkplatz zwischen Kloster Oberschönenfeld und Döpshofen (gegenüber Weiherhof),
86459 Gessertshausen
Die Veranstaltung entfällt bei Regen.

Weitere Informationen zu Christina Weber finden Sie hier

Norbert Kiening
Wann: 1. und 2. Oktober 2022 von 14 bis 18 Uhr
Wo: Ortsstraße 2, 86420 Diedorf

Weitere Informationen zu Norbert Kiening finden Sie hier

Digitale Vernissage

Digitale Vernissage

Im Rahmen des Projektes „Kunstraum Landratsamt“ entstanden in den Fluren des Hauptgebäudes des Landratsamtes galerieartige Ausstellungsflächen für lokale Künstler. Mit wechselnden Ausstellungen konnten so Begegnungsräume zwischen regionaler Kunst und Menschen aus dem…

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Tag des offenen Denkmals 2022 https://landkreis-augsburg-kultur.de/tag-des-offenen-denkmals-2022/ Wed, 10 Aug 2022 07:21:51 +0000 https://landkreis-augsburg-kultur.de/?p=5022

Tag des offenen Denkmals 2022

Aufgrund der Corona-Pandemie musste der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit koordinierte Tag des offenen Denkmals in den vergangenen zwei Jahren im Landkreis Augsburg überwiegend digital stattfinden. Unter dem Motto „KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz“ können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am 11. September 2022 nun endlich wieder auch vor Ort ein Bild über die bauliche Vielfalt im Augsburger Land machen.

 Im Mittelpunkt der angebotenen Veranstaltungen steht dieses Mal die Frage, welche oftmals jahrhundertealten Spuren sich an einzelnen Gebäuden ablesen lassen. Wie prägten die jeweiligen Generationen unsere heutigen Denkmäler und welche Rückschlüsse lassen sich dadurch auf ihre Lebenswelt ziehen? Begeben Sie sich am diesjährigen Tag des offenen Denkmals auf Ihre ganz persönliche Spurensuche im Augsburger Land und tauchen Sie ein in die Baukunst unserer Vorfahren!

In der Broschüre finden Sie einen Überblick über das breite Veranstaltungsangebot im Landkreis Augsburg.

Broschüre

Foto: pixabay, Momentmal.

Digitale Vernissage

Digitale Vernissage

Im Rahmen des Projektes „Kunstraum Landratsamt“ entstanden in den Fluren des Hauptgebäudes des Landratsamtes galerieartige Ausstellungsflächen für lokale Künstler. Mit wechselnden Ausstellungen konnten so Begegnungsräume zwischen regionaler Kunst und Menschen aus dem…

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Bauernhaus in Walkertshofen https://landkreis-augsburg-kultur.de/bauernhaus-in-walkertshofen/ Tue, 28 Jun 2022 13:28:49 +0000 https://landkreis-augsburg-kultur.de/?p=4325

Jan Walter Junghanss

Sommer in Wollishausen

Jan Walter Junghanss scheint seine Umgebung durch seine Bilder nicht nur auf der Leinwand zu verewigen, sondern diese durch den Prozess des Malens zu begreifen, zu verstehen. Auf den ersten Blick sind seine Gemälde Momentaufnahmen: Kühe, die ihre Köpfe aneinander schmiegen, Bäume, die sich im Wind wiegen. Unterhält man sich aber mit dem Künstler wird deutlich, dass seine Werke eher eine Destillation des Vorgefundenen darstellen als einen spezifischen Augenblick. Seine Werke entstehen vor Ort, bei Wind und Wetter. Doch im Gegensatz zu traditioneller Pleinairmalerei vollendet Junghanss seine Kunstwerke nicht innerhalb eines Tages, sondern kehrt manchmal über mehrere Wochen hinweg immer wieder an die selbe Stelle zurück, um die Essenz eines bestimmten Ortes herauszuarbeiten.

Obwohl die Gemälde mit dem Realismus spielen, versuchen sie nicht, sich als Foto auszugeben und ihre Pinselstriche zu verbergen. Jan Walter Junghanss ist eben Maler, kein Fotograf. Thematisch konzentriert sich Junghanss auf das ländliche Leben doch sucht der Betrachter in seinen Gemälden alter Bauernhäuser vergebens nach der schwelgenden Nostalgie der Romantik. Der Künstler schreckt auch nicht vor der scheinbaren Banalität motorisierter Landwirtschaftsgeräte zurück. Im Gegenteil: sie stellen in seinem Werk ein beliebtes Motiv dar.

Junghanss verschönt das Landleben in seinen Darstellungen nicht und doch werden auch die vielleicht etwas unromantischen Seiten des Landlebens durch seine Werke sichtbar schöner. Nicht etwa, weil sie auf einmal besser aussehen, sondern, weil Junghanss es versteht, die Dinge so zu zeigen, wie sie tatsächlich sind.

Info

Öl auf Leinwand

Vita

1968: geboren in Döbeln, aufgewachsen in Dresden
1980 – 1983: Zeichenzirkel bei Marianne Dextor
1984 – 1985: Förderklasse Abendstudium HfBK Dresden
1985 – 1987: Lehre als Bautischler
1989: Ausreise in die BRD nach Augsburg
1994 – 1997: Studium Kunsterziehung in Augsburg und Dresden
1995 – 1997: Gasthörer Künstleranatomie HfBK Dresden
2001 – 2004: Studium Illustration in Hamburg
2004 – 2014: freischaffend tätig in Berlin
2020: lebt und arbeitet in Deuringen

Ausstellungen u.a.:

2009: Stadtmuseum Döbeln, Kleine Galerie „Malerei“, Rathausfoyer Stadtbergen
2011: „Ein Wetter“, Galerie Classico, Berlin
„Still- und doch lebendig“, Galerie Classico, Berlin
„Großstädte”, Galerie Classico, Berlin
„Violett- die Farbe“, Galerie Classico, Berlin

2012: „Hommage a‘…“, Galerie Classico, Berlin
„Der Fluß“, Galerie Classico, Berlin
„Interieurs“, Galerie Classico, Berlin
„Orange- die Farbe“, Galerie Classico, Berlin
„Der Berliner Tiergarten“, Galerie Classico, Berlin
2013: „Still leben die …“, Galerie Classico, Berlin
„Bilder über das Wetter“, Galerie Classico, Berlin
„Vor Ort“, Museum Zusmarshausen
2015: „Heimatbilder“ , Landratsamt Augsburg
2016: „Hamburg-Berlin“, Kulturkreis Neusäß
„Heimatbilder“, Rathaus Gessertshausen
2017: 37. Friedberger Kunstausstellung
„Links und rechts der Iller“, Galerie Dorothea Schrade
Leutkirch/ Allgäu
2018: „Augsburger Umland“, Landratsamt Augsburg
2018: „Kunstraum Landratsamt“, Landratsamt Augsburg
2019: „Heimat.Land“, Schwäbische Galerie Oberschönenfeld

Kunstpreise:

2017: Kunstpreis des Landkreises Augsburg

Ankäufe:

Landkreis Augsburg
Museum Oberschönenfeld

Artothek des Landkreises Augsburg

Weitere Kunstwerke in der Artothek

Hier finden Sie weitere Werke in der Sammlung des Landkreises Augsburg. 

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Daniel Biskup in der Schwäbischen Galerie Oberschönenfeld https://landkreis-augsburg-kultur.de/daniel-biskup-in-der-schwaebischen-galerie-oberschoenenfeld/ Thu, 02 Jun 2022 11:22:17 +0000 https://landkreis-augsburg-kultur.de/?p=4846

Daniel Biskup in der Schwäbischen Galerie Oberschönenfeld

Daniel Biskup | Rückblende | 1982–2022|

8. Mai bis 10. Juli 2022 

Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums des Landkreises Augsburg zeigt die Schwäbische Galerie eine repräsentative Auswahl aus vierzig Jahren fotografischen Schaffens. Erstmals werden im Kontext der Retrospektive auch frühe Fotografien von Daniel Biskup gezeigt: unter anderem Menschen, Landschaften und Szenen aus dem Augsburger Land.

Neben der Porträt-Fotografie konzentriert sich die Ausstellung auf wesentliche politische und gesellschaftliche Ereignisse in Europa. Eine nach Themen strukturierte Auswahl dokumentiert deutsche und europäische Geschichte. Fokussiert werden dabei

auch die jüngsten Entwicklungen bis zum Brexit. Die Fotos von Daniel Biskup lassen uns hinter die Kulissen blicken. Seine Faszination für die Dokumentar-Fotografie ist offensichtlich. Es sind besondere Momente, deren Geschichte er mit der Kamera festhält. Dabei schafft er Bilddokumente von großer Intensität.

 

Biografie

Daniel Biskup (Jg. 1962) gehört zu den besten deutschen Fotografen. Seine Fotos dokumentieren seit 1988 deutsche und europäische Geschichte. Es sind einzigartige und ergreifende Zeitzeugnisse. Neben dem Studium der Geschichte, Politik und

Volkskunde in Augsburg entdeckte Daniel Biskup die Fotografie. Bereits 1982 erschien sein erstes Bild auf der Titelseite der Augsburger Allgemeinen Zeitung. Sechs Jahre später begleitete er fotografisch die Perestroika und bald darauf die deutsche Wiedervereinigung.

Fotos: Daniel Biskup

Veranstaltungsort:

Schwäbische Galerie Museum Oberschönenfeld
Oberschönenfeld 4
86459 Gessertshausen

Programm:

Sonntagsführungen mit Bärbel Steinfeld M. A.

Sonntag, 22. Mai 2022, 15 Uhr

Sonntag, 5. Juni 2022, 11 Uhr

Sonntag, 26. Juni 2022, 15 Uhr

Führungen für Kleingruppen auf Anfrage

(Dauer 60 Min.)

 

Künstlergespräch mit Daniel Biskup

Moderation Liv Reinacher M. A.

Sonntag, 10. Juli 2022, 15 Uhr

 

Weitere Veranstaltungen:

 

Internationaler Museumstag

Kuratoren-Führungen mit Dr. Gudrun Szczepanek

Sonntag, 15. Mai 2022, 14 und 16 Uhr

Eintritt frei

 

Fest in Oberschönenfeld

Sonntag, 19. Juni 2022, 10 bis 17 Uhr

Eintritt frei

Kunstpreis des Landkreises Augsburg

Das Niveau der Kunstschaffenden im Augsburger Land ist außerordentlich hoch. Um die verdienten Künstlerinnen und Künstler auch öffentlich entsprechend zu würdigen, verleiht der Landkreis Augsburg jährlich den Kunstpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 3.500 Euro.…

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2021 — Wolfgang Minaty https://landkreis-augsburg-kultur.de/2021-wolfgang-minaty/ Fri, 17 Dec 2021 08:59:13 +0000 https://landkreis-augsburg-kultur.de/?p=4779

Der Kunstpreisträger des Landkreises Augsburg

2021 — Wolfgang Minaty

Wolfgang Minaty/Belletristik

Würdigung für jahrzehntelanges literarisches Schaffen

Mit der jährlichen Kunstpreisverleihung würdigt der Landkreis Augsburg das kreative Schaffen regionaler Kunst- und Kulturschaffender – von Jahr zu Jahr steht dabei eine andere Ausdrucksform im Vordergrund. Im Jahr 2021 widmete sich die Auszeichnung dem Bereich der Belletristik. Die Fachjury, bestehend aus Prof. Dr. Helmut Koopmann (ehemals am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft der Universität Augsburg tätig), Peter Dempf (Schriftsteller und Gymnasiallehrer am Justus-von-Liebig Gymnasium, Kunstpreisträger im Jahr 2001) und Dr. Helmut Gier (ehemaliger Bibliotheksdirektor der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg), hat sich in diesem Jahr für den Bobinger Schriftsteller Wolfgang Minaty entschieden. Der Kunstpreis ist mit 3.500 Euro Preisgeld dotiert.

Wolfgang Minaty, Jahrgang 1947, ist studierter Germanist und Historiker, hat viele Jahre als Redakteur einer überregionalen Tageszeitung gearbeitet und ist aktuell als freier Journalist in Bobingen tätig. In seinen Werken setzt sich Minaty unter anderem intensiv mit dem Renaissance-Maler Matthias Grünewald auseinander, der Loreley, Alfred Döblin und der Eisenbahn. Über fast fünf Jahrzehnte hinweg steuerte Minaty zudem hunderte Essays, Glossen, Skizzen, Porträts, Interviews und Reportagen in Zeitschriften und Zeitungen bei. Im Rahmen der feierlichen Verleihung im Unteren Schlösschen in Bobingen sagte Jurymitglied und Laudator Prof Dr. Koopmann über Minatys literarisches Gesamtwerk: „Nichts ist nur so hingeraunt oder hergeflüstert. Minaty hat, worüber er auch schrieb, genau recherchiert, gesammelt, was zum Thema gehörte, und das mit der Sorgfalt eines Wissenschaftlers kommentiert, der sein Wissen verständlich kommunizieren kann, ohne je ins Banale oder Abgeschmackte zu verfallen.“

 

Landrat Martin Sailer, der den Kunstpreis übergab, ergänzte: „Der große Mehrwert, den Schriftsteller wie Sie unserer Gesellschaft bieten, ist ein neuer Blickwinkel auf die größeren und kleineren Details unserer Lebenswirklichkeit.  Beobachter wie Sie, die unsere Welt gedanklich durchdringen und treffend in Worte fassen können, bereichern uns jeden Tag.“ Wolfgang Minaty ist der insgesamt sechste Kunstpreisträger im Bereich Belletristik.

Der moderne Flaneur

Auszug aus der Laudatiorede von Prof. Dr. Helmut Koopmann

Im 19 Jahrhundert tauchte ein Typus auf, der vorher nicht bekannt war und der die Literatur nachhaltig veränderte: der Flaneur. Er ging durch die Straßen, aber nicht, um voran- oder gar durchzukommen, er hatte es nicht eilig, sondern hielt immer wieder inne, registrierte etwas und machte sich darüber seine Gedanken: er war eigentlich so eine Art produktiver Müßiggänger in der Welt der eilig Vorüberhastenden, Der Flaneur war ein Bummelant, aber kein verbummelter Zeitgenosse; er hielt Distanz zu dem, was er beobachtete. Eines wollte davon auf keinen Fall: die Welt verbessern. Er war zwar der Meinung, dass sie durchaus verbesserungsbedürftig sei, aber hielt sich nicht für denjenigen, der sie verändern müsste. Er verkörperte als Typus, kurz gesagt, den europäischen Intellektuellen. Wir kennen die berühmten Flaneure der Vergangenheit, Baudelaire war ein solcher Chronist, der die Straßen von Paris durchwanderte, auch Walter Benjamin, der einmal sagte: »Im Flaneur begibt sich die Intelligenz auf den Markt«.

Warum das alles hier? Nun, auch Wolfgang Minaty ist ein Flaneur, ein moderner, der nicht nur durch die Straßen seiner Stadt geht, sondern der häufig auch die Eisenbahn nimmt, selbst den Güterzug, gelegentlich sogar die Eisenbahn Chinas auf einer Fahrt von Hongkong nach Shanghai oder auch die Bahn nach Paris – um dort die Welt zu beobachten, oder besser: um sie zu beschreiben. Belletristik? Er selbst rechnet seine Beiträge ihr zu, aber ich denke, er hat gegen den Flaneur nichts einzuwenden. Der Umkreis seiner Erfahrung lässt sich natürlich mit dem des Stadtenthusiasten des 19. Jahrhunderts nicht im entferntesten vergleichen, er hat die Welt durchwandert, realiter und auch literarisch – sei es die Welt des Louvre oder die Welt eines Krankenhauses, die Welt Heinrich Heines und seiner Loreley, die Welt der Weihnachtsmärkte oder die der Fastnachts-Späße, oder auch, wissensdurstig, die Welt des Brockhaus. Und wer etwas über die Türkenfahne im Augsburger Dom erfahren möchte, ist gut beraten, seinen Bericht darüber zu Rate zu ziehen. Aber er hat auch die Soldatengräber vom Hartmannsweilerkopf besucht – ich habe nie etwas Beklemmenderes, Verstörenderes, Bewegenderes gelesen als diese Schilderung der Hinterlassenschaften eines Weltkrieges. Man hört durch Minatys Bericht hindurch die Stille, die über den Friedhöfen liegt. Aber natürlich ist da auch die deutsche Literatur, die er durchwandert. Eben ein Flaneur, aber nicht in octav, also im Taschenformat, sondern, man darf das ohne Übertreibung sagen, in folio, also weltweit orientiert.

Man liest seine Arbeiten mit Spannung, möchte ihn beneiden um die Klarheit und Eindringlichkeit seiner Sprache, die so vieles im wahrsten Sinne des Wortes anschaulich macht, und mehr als das: er lässt uns teilnehmen an seinen Beobachtungen, wenn wir selbst ein wenig Flaneure werden, wenn wir uns in seine Aufzeichnungen und Dokumentationen hineinbegeben, seine Reiseberichte und seine Kommentare lesen zu dem, was er sieht, hört, fühlt. Es gibt auch literarische Glossen, zwanzig an der Zahl: gewissermaßen über manches hin verteilte Beobachtungen im Vorübergehen. Minaty hat gut hingesehen, den Finger auf wunde Stellen in unserem Literaturbetrieb gelegt, und nicht nur darauf. Alltägliches wird da unter die Lupe genommen, das aber beim Hindurchsehen durch diese alles andere als alltäglich ist, sondern fragwürdig, sei es nun die Berlinale oder die Frankfurter Buchmesse, sei es die Rechtschreibreform, ein Affentheater nach Minaty (so sagt er mit Recht), sei es eine Verhandlung vor einem Amtsgericht – witzig geschrieben alles, nachdenklich machend auch alles. Das sind Texte, mit denen und über die man sich amüsieren kann, aber die meisten haben einen dunklen Untergrund; da liegt vieles im argen, im Kulturbetrieb und anderswo, und Minaty öffnet dafür die Augen: da wird Aufklärung betrieben. Aber fast immer sind auch Sprachspiele dabei, die das Lesen zum Vergnügen machen. Ein Sprachfeuerwerk etwa seine Überlegungen, was cathedrals, Münster und Dom miteinander zu tun haben. Kunst der Miniaturen. Er kann einfach gut schreiben. Da sind keine abstrakten Unverständlichkeiten und keine gestelzten besserwisserischen Kommentare, da ist Anschaulichkeit, ist Nähe, Intensität einer Darstellungskunst, die ihresgleichen sucht.

 

Der Kunstpreis des Landkreises Augsburg

Weitere Preisträger

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Verborgenes im Augsburger Land https://landkreis-augsburg-kultur.de/verborgenes-im-augsburger-land/ Mon, 13 Sep 2021 13:58:43 +0000 https://landkreis-augsburg-kultur.de/?p=4766

Neue Reihe

Verborgenes im Augsburger Land

Im Augsburger Land gibt es viel Schönes zu entdecken! Auch an geschichtsträchtigen Orten mangelt es der Region nicht. Doch manche Plätze sind unverdienterweise weniger bekannt als andere.

Deshalb ist ELANfilm gemeinsam mit der Kultur- und Heimatpflege auf Entdeckungsreise gegangen, um Ihnen drei dieser verborgenen Plätze etwas näher vorzustellen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei Ihrer ganz persönlichen Erkundungstour!

 

Bei den drei Orten handelt es sich um den Wolfsberg Steinekirch, den Hochbunker in Hegnenbach und Entdeckenswertes bei Biburg.

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