Landrat trifft Kultur

Feb 25, 2020 | Kul­tur­news im Land­kreis Augs­burg

Wie in den Schwabmünchner Ulrichswerkstätten kreative Selbstverwirklichung gelebt wird

Land­rat Mar­tin Sai­ler besucht Künst­ler­ate­lier

Dem eige­nen Selbst­ver­ständ­nis zufol­ge ist das Werk­statt­ate­lier in den Schwab­münch­ner Ulrichs­werk­stät­ten ein Ort, an dem jeder Mensch sei­ne indi­vi­du­el­le Krea­ti­vi­tät fin­den und ent­fal­ten kann. Hier erle­ben kunst­af­fi­ne Men­schen mit Behin­de­rung, wie erfül­lend der Weg von der Inspi­ra­ti­on bis zur Fer­tig­stel­lung eines krea­ti­ven Werks sein kann. Von den her­vor­ra­gen­den Arbeits­be­din­gun­gen und der aus­ge­spro­che­nen Pro­duk­ti­vi­tät der Kunst­schaf­fen­den konn­te sich Land­rat Mar­tin Sai­ler bei einem Ate­liers­be­such über­zeu­gen.

Bes­te Vor­aus­set­zun­gen für krea­ti­ves Arbei­ten

Ins­ge­samt 12 Künst­le­rin­nen und Künst­ler sind der­zeit in Voll- und Teil­zeit bei den Ulrichs­werk­stät­ten in Schwab­mün­chen ange­stellt. Neben Gemäl­den und Zeich­nun­gen ent­ste­hen dort auch Skulp­tu­ren, Model­le, Kos­tü­me und ander­wei­ti­ge Designs. „Wich­tig ist vor allen Din­gen, dass die Wer­ke frei von Zeit- oder Leis­tungs­druck ent­ste­hen“, betont Kat­ja Weh-Gleich von der Cari­tas Augs­burg. Die Kunst­wer­ke, die in dem rund 100 Qua­drat­me­ter umfas­sen­den Ate­lier her­ge­stellt wer­den, waren schon auf Aus­stel­lun­gen – bei­spiels­wei­se im Muse­um in Schwab­mün­chen – zu sehen. Auch exter­ne Auf­trä­ge nimmt das Ate­lier an. Betreut wer­den die Kunst­schaf­fen­den bei ihrer Arbeit von zwei Kunst­as­sis­ten­ten. „Das Ate­lier ist eine gro­ße Berei­che­rung für Schwab­mün­chen und unse­ren Land­kreis“, sag­te Land­rat Mar­tin Sai­ler im Rah­men sei­nes Besuchs. Zudem lud er die Künst­le­rin­nen und Künst­ler ein, ihre Wer­ke in abseh­ba­rer Zeit in einem Gang des Land­rats­amts aus­zu­stel­len: „Die Viel­falt und Aus­drucks­stär­ke der Wer­ke, die hier ent­ste­hen, ist wirk­lich beacht­lich.“
Ralph Moni­cal arbei­tet bereits seit dem Jahr 2012 im Ate­lier der Ulrichs­werk­stät­ten. Die meis­ten sei­ner Gemäl­de zei­gen Objek­te, Men­schen und Tie­re. Momen­tan beschäf­tigt er sich mit dem The­ma „Metall“. Inspi­ra­ti­on für sei­ne Koh­le- und Krei­de­ge­mäl­de fin­det Moni­cal nach eige­ner Aus­sa­ge über­all im All­tag, in der Umset­zung kom­men häu­fig hel­le Far­ben zum Ein­satz.
Bunt und grell mag es auch Ros­wi­tha Faber, die eben­falls seit gut sie­ben Jah­ren im Schwab­münch­ner Kunst­ate­lier der Cari­tas arbei­tet. In ihren abs­trak­ten Acryl- und Filz­stift­ar­bei­ten bil­det sie meist Men­schen ab. Ihr ori­gi­nel­ler Mal­stil brach­te ihr schon meh­re­re öffent­li­che Erfol­ge ein. So gewann sie im Jahr 2014 einen Kunst­wett­be­werb für Men­schen mit Behin­de­rung, der unter dem Mot­to „Mei­ne Stadt Augs­burg“ stand. Mit einer eige­nen Inter­pre­ta­ti­on des Augs­bur­ger Rat­hau­ses ent­schied Faber den Wett­be­werb für sich. Über Aner­ken­nung und Erfolg steht für Faber jedoch auch die künst­le­ri­sche Ver­wirk­li­chung an sich.

Fotos: Liv Rei­nacher

Tage der offenen Ateliertür 2020

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